• Stefanie Fissel

Adieu, Peter Lindbergh...


Peter Lindbergh-Ausstellung in München 2017, direkt neben der Kunsthalle: Mads Mikkelsen fotografiert von Peter Lindbergh für die Kampagne von Marco Polo (Foto: Matthias Weiß)

Ich muss gestehen, dass mich die gestrige Todesnachricht von Peter Lindbergh mindestens so erschüttert hat wie die Meldung von Karl Lagerfelds Tod im Februar. Sowohl Lagerfeld als auch Lindbergh sind für mich eng verbunden mit meinem als Teenie entstandenen Faible für Mode und meiner sich daraus entwickelten Berufswahl. Lagerfeld war es damals Ende der 80er mit seinem TV-Mehrteiler "Die Kleidermacherleute" und Lindbergh mit seiner komplett neuen Ästhetik in Sachen Modefotografie. Ich habe Anfang der 90er mein komplettes Taschengeld in Modemagazine gesteckt und die Hefte geradezu verschlungen. Fotos von Linda, Cindy & Co, also der damaligen Supermodel-Garde made by Lindbergh erzeugen bei mir heute noch ganz intensive Gefühle. Daher war es für mich auch sonnenklar, dass ich mich - das würde ich sonst im Leben nicht machen!!! - stundenlang in eine Warteschlange vor die Kunsthalle München stelle, um meinem Idol einmal im Leben persönlich gegenüberzustehen. Das lange Warten - angesetzt waren glaube ich damals im April 2017 zwei Stunden, im Endeffekt hat Peter Lindbergh aber den halben Tag sein Buch signiert, bis auch der letzte Fan glücklich von dannen zog, Respekt dafür! - wurde mir glücklicherweise verkürzt, da ein befreundeter Fotograf zeitgleich mit mir vor Ort aufschlug und wir ein ausgedehntes Schwätzchen halten konnten... Peter Lindbergh wie geplant mein Visitenkärtchen zuzustecken, habe ich mich dann übrigens doch nicht getraut... Meine Ehrfurcht war zu groß... 😉